Conrad Naber-Haus – Das Haus der Bürgerstiftung
Durch eine großzügige Spende von Conrad Naber erhielt die Bürgerstiftung 2007 das Haus Klosterstraße 23 im historischen Zentrum Lilienthals. 2010 wurde es in Anwesenheit von Conrad und Lotti Naber in „Conrad Naber-Haus“ umbenannt.
Das 1908 nach Plänen von Heinrich Vogeler erbaute Haus wurde im Laufe der Zeit stark verändert. Die Bürgerstiftung erkannte seine historische Bedeutung und ließ es als Baudenkmal eintragen. Ab 2009 wurde das Gebäude denkmalgerecht saniert: Dach, Fenster und Fassade wurden erneuert, weitere Arbeiten an Eingangsbereich und Ostgiebel folgten. 2025 und 2026 erfolgen weitere umfassende Sanierungs- und Renovierungsarbeiten. Seit 2026 trägt das Haus die Denkmalschutzplakette.

Baupläne des Vogeler-Hauses
Johann Heinrich Vogeler (1872–1942) war ein vielseitiger deutscher Künstler, Architekt und Designer und gehörte zur Künstlerkolonie Worpswede. Besonders bekannt wurde er durch seine Jugendstilwerke.
Die Zeichnung Vogelers zeigt das Haus Klosterstraße 23, das ursprünglich als „Maaßsches Haus“ an die alte Wassermühle in Lilienthal angebaut wurde. Obwohl die Mühle 1975 abgerissen wurde, ist das Haus weitgehend erhalten geblieben.
Viele originale Details, darunter Türen und Fliesenfußböden im Erdgeschoss, sind bis heute erhalten oder werden restauriert. Das Gebäude ist ein wichtiges kunsthistorisches Zeugnis von Vogelers reformorientierter Architektur.
Vogeler setzte sich für eine Bauweise ein, die sich an überlieferten Formen und den örtlichen Gegebenheiten orientiert. Dabei standen eine gute Grundrissgestaltung, breite statt hohe Baukörper sowie harmonisch angeordnete Türen und Fenster im Mittelpunkt. Die kleinteilige Sprossenteilung der Fenster verstärkte die geschlossene und einheitliche Wirkung der Gebäude.
Das Haus legt ein kunsthistorisches Zeugnis der reformarchitektonischen Bestrebungen Heinrich Vogelers in Lilienthal ab.





